Deutsch-französische Forschungseinrichtungen der Geistes- und Sozialwissenschaften

Das Institut français d’histoire en Allemagne (IFHA), das Centre Marc Bloch (CMB) und das Deutsch-französische Institut richten sich an deutsche und französische Forscher der Geistes- und Sozialwissenschaften. Sie bilden damit ein Forum zwischen französischen und deutschen Forschungs- und Wissenschaftsgemeinschaften und  tragen zur Bereicherung der öffentlichen Debatten beider Länder bei.

Das IFHA und das CMB werden vom französischen Außenministerium finanziert und arbeiten eng mit  deutschen Universitäts- und Forschungsexzellenzeinrichtungen zusammen.  

Das Institut français d’histoire en Allemagne (Frankfurt)

Das Institut français d’histoire en Allemagne (IFHA) wurde im September 2009 gegründet. Es entstand aus dem Zusammenschluss der Mission Historique Française en Allemagne, die seit 1977 in Göttingen ansässig war, und dem Frankfurter Institut Français. Auch wenn das Kerngebiet des IFHA historische Fragestellungen sind, sucht es doch den ständigen Austausch mit anderen geistes- und sozialwissenschaftlichen Disziplinen und ist damit eine deutsch-französische Forschungs- und Bildungsstätte. Zugleich bietet das Institut ein kulturelles Programm, als Schnittstelle zwischen Wissenschaft und kultureller sowie linguistischer Vermittlung.

Als Partner eines weitläufigen institutionellen Netzwerks in beiden Ländern organisiert und unterstützt das IFHA Konferenzen wie wissenschaftliche Vorträge und schafft so einen Austausch zwischen französischen und deutschen Forschern. Für Franzosen, die die deutsche Geschichte erforschen, bietet das Institut Mobilitätsstipendien an (zwei davon mit Residenzpflicht für Doktoranden).

Besonders durch seine elektronische Revue (http://ifha.revues.org/), seine Veröffentlichungen und seine Übersetzungshilfen beteiligt sich das IFHA an der Verbreitung von Wissen und Ideen.

Das Centre Marc Bloch (Berlin)

Das deutsch-französische Forschungszentrum für Sozialwissenschaften befindet sich seit 2010 in der unmittelbaren Nähe der Humboldt -Universität in Berlin. Es wurde nach einem französischen Historiker benannt, der 1944 als Widerstandskämpfer getötet wurde. Das Zentrum ist dem  französischen Außenministerium angegliedert, steht aber auch unter der  Schirmherrschaft des französischen Forschungsministeriums und ist  gleichzeitig eine eigenständige Forschungseinrichtung des Centre National de la Recherche Scientifique (CNRS). Das deutsche Bundesministerium für Bildung und Forschung trägt ebenfalls einen  wichtigen Teil zur Finanzierung des Centre Marc Bloch und der Kosten seiner Mietausgaben in Berlin Mitte bei. Ziel des Zentrums ist, die französische Forschung über das gestrige und heutige Deutschland und die europäische Zusammenarbeit zu fördern. Das Team des Centre Marc Bloch besteht aus 12 Forschern und nimmt ca. 20 junge französische Doktoranden  auf. Seine Hauptaufgabe besteht in der Organisation wissenschaftlicher Veranstaltungen (Symposien, Konferenzen, Seminare), deren Ziel die bessere gegenseitige Kenntnis beider Länder ist.

Aktuelles: Das Centre Marc Bloch bietet Kurzzeitstipendien für Promovierende und WissenschaftlerInnen an, zur Unterstützung von Forschungsprojekten im Bereich der Geistes- und Sozialwissenschaften und zur Förderung der Zusammenarbeit mit Forschern des CMB und Berliner Wissenschaftlern. Bewerbungsschluss : 15. September 2015 an bewerbung@cmb.hu-berlin.de.
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Das Deutsch-Französische Institut (Ludwigsburg)

Das Deutsch-Französische Institut (dfi) ist ein unabhängiges Forschungs-, Dokumentations- und Beratungszentrum für Frankreich und die deutsch-französischen Beziehungen in ihrem europäischen Umfeld. Thematische Schwerpunkte sind außerdem die politische, soziale, wirtschaftliche und kulturelle Aktualität in Frankreich im Vergleich zu Deutschland. Als Plattform für den Dialog von Akteuren beider Länder begleitet und gestaltet das dfi seit mehr als sechzig Jahren die deutsch-französische Kooperation in den Bereichen Politik, Wirtschaft und Gesellschaft.

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