Ausstellung & Lesung | Oradour sur Glane

Leid – Mitleid – Erinnerung – Handeln

An die Gräueltaten des zweiten Weltkrieges erinnert das Buch „Oradour – Geschichte eines Massakers / Histoire d’un massacre“ der französischen Autorin Florence Hervé und des deutschen Fotografen Martin Graf. Daraus entstand eine Fotoausstellung aus 40 Bildern.

„Zentralmassiv. Das ländliche Limousin. Wälder, saftige Wiesen, gastfreundliche Menschen. Der sanfte Sommerwind fängt sich in den Pappeln am Dorfrand. Oradour-sur-Glane liegt in einer friedlichen Landschaft. Ein Sommertag, ähnlich dem 10. Juni 1944. Alle Schulen haben an diesem Tag Unterricht, auch für die Kleinsten. Aus den umliegenden Weilern sind viele Männer ins Dorf gekommen, weil die Tabakrationen verteilt werden. Oradour am Flüsschen Glane ist ein gut entwickeltes Dorf, mit seiner Eisenbahnlinie, seinen zahllosen Geschäften.
Gegen 14 Uhr umstellt eine Einheit der SS-Panzerdivision „Das Reich“ das Dorf. Die Bewohner sind ahnungslos. Soldaten durchstreifen die Stadt. Von Ausweiskontrolle ist die Rede, die Menschen werden auf dem Festplatz zusammengetrieben. Am Ende des Tages brennen alle Häuser, die Kirche, 642 Menschen sind tot, Männer, Frauen, Kinder, Neugeborene. Ein Massaker im von den Nazis besetzten Frankreich, minutiös geplant.“ (Sabine Welter im DLF 4.9.2013)

Begleitete Führungen können über Radio Tonkuhle angemeldet werden 05121-296090 oder 0176 20 98 20 20 oder via Mail: tmuntschick@tonkuhle.de

Öffnungszeiten:
Montag: 8:30 - 15:00
Dienstag: 8:30 - 12:30
Mittwoch: geschlossen
Donnerstag: 8:30 - 16:30
Freitag: 8:30 - 12:30

Kreishaus Bischof-Janssen-Str. 21 | Kreishaus | Hildesheim

Eine gemeinsame Veranstaltung der Antenne Metropole Hannover, Radio Tonkuhle, DGB Hildesheim, VHS Hildesheim gefördert durch das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur.